Den Gästen die Besonderheiten der Natur zeigen

Netzwerk Gastgeben auf Vorarlberger Art traf sich zum Thema Naturvermittlung

26 Teilnehmer des Netzwerks Gastgeben auf Vorarlberger Art gingen am Donnerstag, 18. Mai, in Bad Rothenbrunnen der Frage nach, was das Besondere an der Natur in dieser Region ist und wie diese Naturbesonderheiten den eigenen Gästen noch besser vermittelt werden können.

„Einer der Hauptgründe, warum Menschen in Vorarlberg ihren Urlaub oder eine kurze Auszeit verbringen möchten, ist die Natur, ihre Schönheit und ihre Vielfalt”, meinte Christian Schützinger, Geschäftsführer von Vorarlberg Tourismus. Er führt das Netzwerk Gastgeben auf Vorarlberger Art seit dem vergangenen Jahr in die Bahnen mit dem Ansinnen, die Tourismusstrategie 2020 auf Betriebsebene umzusetzen. Etwa zehn Veranstaltungen zu verschiedenen Themen haben heuer bereits stattgefunden.

Das Thema Naturvermittlung wurde gemeinsam mit Ruth Swoboda, Geschäftsführerin der Inatura, Naturführer Lukas Rinnhofer sowie Naturliebhaberin Isabella Natter-Spets in einen professionellen Workshop gefasst. Gastgeberin war Christine Klenovec, Managerin des Biosphärenpark Großes Walsertal.

Wie Gäste in die Besonderheiten der Natur eingeführt werden können, erfuhren die Teilnehmenden beim Fachworkshop.

Auf großes Interesse traf das Netzwerk Gastgeben auf Vorarlberger Art mit dem Fachworkshop zum Thema Naturvermittlung.

Großes Interesse beim GVA-Einstiegsworkshop

Gegenseitige Inspiration und befruchtender Austausch unter den rund 50 Teilnehmern

Rund 50 Teilnehmer aus der Hotellerie, der Gastronomie, aus den Tourismusorganisationen und anderen Tourismusbetrieben trafen sich am Mittwoch, dem 3. Mai im Haus des Gastes in Schruns. Einen Vormittag lang setzten sie sich gemeinsam mit der Tourismusstrategie 2020 und den Werten Regionalität, Nachhaltigkeit, Gastfreundschaft und Vernetzung auseinander. „Gastgeben auf Vorarlberger Art” ist das Unternehmerprogramm zur Tourismusstrategie – ein Netzwerk zur Umsetzung der Strategie auf Betriebsebene.

Im ersten Teil stellte Christian Schützinger, Geschäftsführer von Vorarlberg Tourismus, den theoretischen Überbau des Programms vor. Die „Zukunft auf Vorarlberger Art“ bedeute „selbstbestimmt den eigenen Weg gehen, offen sein für Neues, mit natürlichen Ressourcen sorgfältig umgehen”. Ein wichtiges Bild sei in diesem Zusammenhang die Tourismusmanufaktur, in der Qualität und Innovationskultur einen hohen Stellenwert hätten.

Schützinger betonte zugleich, dass das Büro von „Gastgeben auf Vorarlberger Art” zwar bei Vorarlberg Tourismus angesiedelt sei, das Netzwerk aber von den Teilnehmern gestaltet werde. Es werde „offen, aber nicht beliebig” gehalten.

Familienmarke mit unterschiedlichen Talenten
Neben der Tourismusstrategie 2020 bildet das Familienmarkensystem die Grundlage für das Programm. Neben der Urlaubsmarke Vorarlberg präsentierten deshalb auch die sechs Destinationen ihre Konzepte und zeigten ihre Verwandtschaft mit der Landesmarke.

Mit dem „Refugium für private luxury moments” gab Hermann Fercher, Geschäftsführer der Lech Zürs Tourismus GmbH, ein klares Statement zur Positionierung der Marke Lech Zürs ab. Mit der „genussvollen Lebenskunst” als Grundgedanke beschäftigen sich die Destinationen Bregenzerwald, Kleinwalsertal, Bodensee-Vorarlberg und die Alpenregion Bludenz. Montafon Tourismus präsentierte seine Positionierung als „die persönlich erfahrbarste Berg- und Lebenswelt der Alpen”.

Erkenntnisse aus der Pilotphase
Im Anschluss lud Moderatorin Annemarie Felder einige Teilnehmer aus der Pilotphase von „Gastgeben auf Vorarlberger Art“ auf die Bühne. Diese waren Mentoren, die die Pilotbetriebe in dieser Phase begleiteten, sowie Klaus Pleifer vom Gasthaus Engel in Hard. Er war mit seinem Betrieb bereits in der Pilotphase dabei und erlebte diese als sehr wertvoll und unterstützend.

Reflexion der Werte in Kleingruppen
Im vierten Teil des GVA-Einstiegsworkshops bildeten sich Kleingruppen, die jeweils zu einem der Werte der Tourismusstrategie diskutierten. Hier fanden befruchtende Begegnungen statt, der Austausch zwischen Gastgeber_innen, Partnerbetrieben und Tourismusorganisationen war angenehm und bereichernd.

In der Abschlussbesprechung kam es daher zu berührenden Statements, die die Tragweite für das ganze Vorarlberger Tourismussystem sowie auch für jeden einzelnen im Netzwerk spürbar machten.

Betram Rhomberg, Hotel Madrisa in Gargellen: „Ich war von Anfang an beim Projekt dabei und es freut mich wirklich sehr zu sehen, mit welchem Engagement Christian Schützinger das Programm nun begleitet.”

 

Die nächsten GVA-Veranstaltungen:

  • Erfa-Treffen zum Thema „Geflüchtete in Tourismusberufen” am 4. Mai im Hotel Schwärzler in Bregenz.
  • Fachworkshop „Naturvermittlung“ am 18. Mai in Bad Rothenbrunnen, Biosphärenpark Großes Walsertal
  • GVA-Symposion am 10. Oktober

 

Interview mit Karlheinz Hehle, Hotel Schönblick in Eichenberg

Karlheinz Hehle – Hotelier mit Leib und Seele vom Hotel Schönblick in Eichenberg bei Bregenz – ist einer der Gründerväter von Gastgeben auf Vorarlberger Art. Vorarlberg Tourismus hat mit ihm über die Anfänge, Herausforderungen und seine Ziele des Projekts gesprochen.

Vorarlberg Tourismus: Das Netzwerk „Gastgeben auf Vorarlberger Art“ hat sich in den letzten Monaten zu einem anerkannten Unternehmerprogramm etabliert. Die formalen Rahmenbedingungen sind auf Schiene, es sind bereits einige offizielle Veranstaltungen über die Bühne gegangen, und es kommen nun laufend neue Mitglieder dazu. Du warst einer derjenigen, die die Initiative ins Leben gerufen haben. Welche Idee stand damals im Zentrum, was hat euch dazu bewogen?

Karlheinz Hehle: Nach der Präsentation der Tourismusstrategie 2020 im Jahr 2012 stellte sich für eine Reihe von Kolleginnen und Kollegen die Frage, wie die Strategie auf betrieblicher Ebene umgesetzt werden konnte. Wir wollten Wege finden, wie wir das Grundanliegen der Strategie, in den Werten Regionalität, Gastfreundschaft, Nachhaltigkeit und Vernetzung eine europäische Vorreiterrolle zu spielen, in die Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe bringen konnten. Die treibenden Personen waren hier Hans-Peter Metzler, Elmar Herburger, Harald Furtner, Willi Sieber, Markus Kaufmann, Brigit Sauter, Wolfgang Juri, Simone Kochhafen und ich. Wir arbeiteten teilweise schon seit unserer Zeit im „Jungen Gastgewerbe“ zusammen, andere brachten Erfolgsbeispiele ein, wie die Green Meeting Region Vorarlberg, an der Birgit Sauter dran war.

Monika und Karlheinz Hehle vom Hotel Schönblick sind GVA-Mitglieder der ersten Stunde.

VT: Von welchem Bild seid ihr damals ausgegangen? Hattet ihr ein bestimmtes Modell im Kopf, wie diese Umsetzung funktionieren sollte – quasi ein Vorbild, an dem man sich strukturell orientieren konnte?

KH: Es gab das Vorbild des e5-Landesprogramms für energieeffiziente Gemeinden, das seit 1998 in Salzburg, Tirol und Vorarlberg angeboten wird, ursprünglich aber vom Energieinstitut Vorarlberg entwickelt wurde. Wir sahen in diesem Modell viele Vorteile. Besonders eine rasche Verbreitung der Tourismusstrategie, eine gewisse Qualitätssicherung sowie praxistaugliche Werkzeuge schienen uns erstrebenswert. Wir nannten das System T5. Wir wollten damit die Stärken der einzelnen Betriebe fördern.

VT: Hattet ihr dieses T5-System schon konkretisiert?

KH: Ziemlich! Im Jahr 2013 hatten wir fünf Module dazu ausgearbeitet, zumindest grob. Das T5-System sah erstens ein Basisprogramm vor, in dem Betriebe verschiedener Größen Workshops zu vier wesentlichen Themen angeboten bekamen: Tourismusstrategie 2020, die acht Bereiche von T5, die Werkzeuge und deren Nutzung. Das zweite Modul war die Zertifizierung. Hier hatten wir eine Selbsteinschätzung, eine Berater-Bewertung sowie Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Zertifizierungssystemen, wie Umweltzeichen, Ökoprofit, Green Globe oder klima:aktiv im Auge. Absolute No-go’s waren bereits genannt: Bezahlung unter dem Kollektivvertrag oder Verwendung von Billigst-Lebensmittel. Die anderen drei Module bestanden aus dem Werkzeugkasten, dem Netzwerk und der Koordination. Auch dazu gab es bereits konkrete Vorschläge.

VT: Wie sah eure Vorgehensweise aus, wie seid ihr auf diesen Vorschlag gekommen?

KH: Zum einen gab es verschiedene Gruppen, die sich jeweils um ein Thema, wie etwa Regionalität, Mitarbeiter, Nachhaltigkeit und so weiter kümmerten – ich übernahm beispielsweise das Thema „Regionalität“. Diese Kleingruppen erarbeiteten Vorschläge, wie diese Themen mit Leben gefüllt werden konnten. Zum anderen gab es eine einjährige Pilotphase mit zwölf Tourismus- beziehungsweise Gesundheitsbetrieben aus allen sechs Destinationen.

VT: Was war dein persönlicher Bezug, warum hast du gerade dieses Thema ausgewählt?

KH: Als Mitglied der Spartenkonferenz bei der Wirtschaftskammer Vorarlberg habe ich mich schon lange Zeit vorher stark mit dem Thema beschäftigt. Und als Hotelier habe ich vor zirka zwanzig Jahren begonnen, mit Bauern aus der Umgebung zusammenzuarbeiten. Wir waren damals einer der ersten Betriebe, die das gemacht haben. Diese Erfahrungen wollte ich einbringen.

VT: Wie lange dauerte der Prozess, in dem ihr das T5-System erarbeitet habt und warum seid ihr von dieser Idee dann wieder abgekommen?

KH: Von der Präsentation der Tourismusstrategie im Jahr 2012 weg bis gegen Ende 2013 würde ich sagen. Wir redeten damals noch viel über Zertifizierung und Kriterien, die man für T5 erreichen sollte. Natürlich hat es Diskussionen gegeben, wie scharf diese Kriterien sein sollten. Im Laufe der Zeit stellte sich allerdings heraus, dass die Idee der Zertifizierung und des Kriterienkataloges recht technisch wirkte. So mancher Unternehmer hätte sich am Ende noch gedacht: ‚Schon wieder Vorschriften!‘ Und das wollten wir eigentlich nicht, es sollte doch eine Ermutigung sein, beim Netzwerk mitzumachen, keine Abschreckung. Deshalb lösten wir uns wieder von der T5-Idee und brachen das Ganze auf die drei Werte „Regionalität, Nachhaltigkeit und Gastfreundschaft“ herunter. Damit kam es dann auch zum neuen Namen „Gastgeben auf Vorarlberger Art“.

Karlheinz Hehle vom Hotel Schönblick mit Mentorin Katrin Löning (Ökologie Institut Vorarlberg) beim Symposium von Gastgeben auf Vorarlberger Art im September 2016.

VT: Mit dem neuen Namen kam ja auch die Idee mit den Mentoren auf. Eine interdisziplinär besetzte Gruppe von erfahrenen Gästen, stellte sich für die Weiterentwicklung des Projektes zur Verfügung. Was waren die Vorteile in diesem neuen Modell?

KH: Durch die Mentoren konnten wir die Stärken jedes einzelnen Betriebes noch besser fokussieren. Die individuelle Beratung vergrößerte den Gestaltungsspielraum. Außerdem gewannen wir durch die Mentoren wichtige Multiplikatoren für das Projekt.

VT: In der aktuellen offiziellen Form von GVA hast du ja auch als Pilotbetrieb mitgemacht. Wie ist es dir dabei ergangen?

KH: Ich habe die Begleitung der beiden Mentoren als sehr angenehm und bereichernd empfunden. Die Gespräche waren wirklich wohltuend für mich als Unternehmer und Hotelier. Viele unserer Stärken wurden benannt und gesehen. Andere Dinge, die man verbessern könnte, wurden sehr konstruktiv besprochen. Wenn man das mit den gängigen Methoden von diversen Klassifizierungen und Zertifizierungen, die man als Hotelier so kennt, vergleicht, ist das wirklich ein absolutes Novum. Der persönliche Bezug zu den Mentoren ist hier etwas Besonderes.

VT: Hast du nach diesen Gesprächen mit den Mentoren ein bestimmtes Projekt in Angriff genommen?

KH: Ja, Ergebnis war das neu konzipierte Restaurant „Mehdafu“ in unserem Haus, wo wir eine spezielle Speisekarte mit regionalen Produkten und kreativen Gerichten anbieten.

VT: Wie siehst du die Zukunft von GVA?

KH: Zunächst freut es mich, dass so viele unserer damaligen Ideen nun tatsächlich umgesetzt werden, wie etwa der Naturvermittlungsworkshop. Schön wäre, wenn sich das Netzwerk weiter ausdehnen würde. Wenn wir in den nächsten zwei Jahren 100 bis 120 Mitglieder hätten, wäre das ein großer Erfolg. Ich bin mir jedenfalls sicher, dass wir mit diesem Programm noch viele wichtige Impulse für unser Land setzen werden.

VT: Vielen Dank für das Gespräch!

Fachworkshops zu Baukultur und Naturvielfalt in Vorarlberg

Die ersten beiden Seminare zu Gästekritik und Online-Buchungen sind erfolgreich über die Bühne gegangen. Nun holt Gastgeben auf Vorarlberger Art thematisch weiter aus und bietet Fachworkshops zur Baukultur und Naturvielfalt unseres Landes an. Zudem findet Anfang Mai ein Einstiegsworkshop für GVA-Interessierte statt.

Die beiden Fach-Veranstaltungen verbinden Theorie und Praxis im Rahmen von Exkursionen. Noch im April begleitet Verena Konrad die Teilnehmenden des zweitägigen Workshops „Baukultur in Vorarlberg“. Die vai-Direktorin vermittelt kompaktes Wissen über Architektur, Baukultur, Raumplanung und fokussiert auf Anwendungsgebiete, die für touristische Unternehmen besonders relevant sind. Die inkludierte Exkursion führt per Bus zu Vorzeigeobjekten nach Lech und in den Bregenzerwald.

Beim Workshop „Naturvermittlung“ nehmen Naturführer Lukas Rinnhofer, inatura-Direktorin Ruth Swoboda und Naturliebhaberin Isabella Natter-Spets Interessierte mit auf einen Erlebnistag. Zu Gast bei Christine Klenovec, der Managerin des Biosphärenparks Großes Walsertal, erkunden sie Vorarlberger Naturschätze und erfahren, wie Urlaubsgästen diese vermittelt werden können.

Der Einstiegsworkshop richtet sich an alle Gastgeber_innen in Vorarlberg, die sich über das Unternehmensprogramm Gastgeben auf Vorarlberger Art informieren wollen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten dabei einen Einblick in die Tourismusstrategie 2020 und das Markensystem Vorarlberg. Außerdem berichten GVA-Mitglieder über ihre bisherigen Erfahrungen im Programm.

 

Fachworkshop: Baukultur in Vorarlberg
Zweitägiger Workshop am 20. und 21.4.2017, jeweils 9:00 – 18:00 Uhr
vai Vorarlberger Architektur Institut mit Exkursion nach Lech und in den Bregenzerwald
Teilnahmegebühr 250 Euro, kostenlos für GVA-Netzwerkmitglieder
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Fachworkshop: Naturvermittlung

18.5.2017, 9:00 – 15:30 Uhr
Bad Rothenbrunnen, Biosphärenpark Großes Walsertal
Teilnahmegebühr 110 Euro, kostenlos für GVA-Netzwerkmitglieder
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Einstiegsworkshop: Gastgeben auf Vorarlberger Art
3.5.2017, 9:00 – 13:00 Uhr
Kultursaal, Haus des Gastes in Schruns
Die Teilnahme ist kostenlos.
Details

 

Für GVA-Mitglieder (und die es in diesem Jahr noch werden wollen) ist die Teilnahme 2017 kostenlos. Die Workshops richten sich sowohl an Entscheider als auch an MitarbeiterInnen von GVA-Betrieben. Wer die Seminare kostenlos besuchen und Gastgeber_in auf Vorarlberger Art werden will, sendet gleich ein Mail oder ruft im GVA-Office an. Die Mitgliedschaft für Einzelmitglieder beträgt 90 Euro pro Jahr, für Unternehmen 190 Euro pro Jahr (max. 5 Personen).


Anmeldung für die Workshops sowie zur GVA-Mitgliedschaft

GVA-Office
Verena Hetzenauer, Jutta Metzler
c/o Vorarlberg Tourismus GmbH
Poststraße 11, 6850 Dornbirn
gva@vorarlberg.travel
+43/5572/377033-34

 

„Gastgeben auf Vorarlberger Art“: Steuerungskreis eingerichtet

Mit dem Symposion Ende September endete die Pilotphase von „Gastgeben auf Vorarlberger Art“ (GVA). Nun hat sich der Steuerungskreis formiert, der das Programm weiter vorantreiben wird. Jutta Frick (Gesundhotel Bad Reuthe), Dietmar Nussbaumer (Hotel Gasthof Krone, Hittisau), Bertram Rhomberg (Hotel Madrisa, Gargellen) und Christian Schützinger (Vorarlberg Tourismus) verantworten ab sofort das Programm.

Der Steuerungskreis von „Gastgeben auf Vorarlberger Art“ agiert als leitendes Gremium für inhaltliche und strukturelle Fragen. Er entscheidet über die Aufnahme von Projekten der einzelnen Betriebe ins GVA-Netzwerk und überprüft laufend das Erreichen der Ziele.

GVA-Programm bestätigt
In seiner ersten Sitzung bestätigte der Steuerungskreis die Programmbeschreibung, die Tourismusdirektor Christian Schützinger beim Symposion allen Teilnehmern vorgestellt hatte. Sie dient als Handbuch für alle Mitglieder des Netzwerks „Gastgeben auf Vorarlberger Art“.

Auf gut dreißig Seiten beschreibt das Papier Grundsätze, Zielgruppen, Struktur und Finanzierung. Die diversen Lernformate und die GVA-Projekte werden ebenso dargestellt wie die Tourismusstrategie und die Marke Vorarlberg, auf denen das Programm basiert. Das Handbuch erhalten die Mitglieder des GVA-Netzwerkes Anfang Dezember druckfrisch zugesandt.

2017 wird „Gastgeben auf Vorarlberger Art“ mit dem Einstiegsworkshop fortgesetzt, bei dem neue Betriebe ins Projekt einsteigen können. Neben der individuellen Analyse der Betriebe sind Fachworkshops, Erfa-Treffen und ein jährliches Symposion geplant.

Interessierte Betriebe können sich bereits jetzt unter gva@vorarlberg.travel melden.

Gastgeben auf Vorarlberger Art: 26 Pilotbetriebe gewürdigt

Zentrales Projekt der Tourismusstrategie 2020 – Neueinstieg ab 2017 möglich

Wie können Regionalität, Nachhaltigkeit und Gastfreundschaft in den Vorarlberger Tourismusbetrieben gelebt werden? 26 Pilotbetriebe haben sich in den letzten zwei Jahren im Projekt „Gastgeben auf Vorarlberger Art“ mit dieser Frage beschäftigt. Ende September würdigten Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser, Spartenobmann Hans-Peter Metzler und Tourismusdirektor Christian Schützinger die Teilnehmer im Festspielhaus Bregenz für ihr Engagement. 2017 werden eine Reihe neuer Betriebe ins Projekt einsteigen.

Ein Mystery-Check durch anonyme Tester, eine Mitarbeiterbefragung, die intensive Begleitung durch Mentoren und der Erfahrungsaustausch der Betriebe untereinander: Mit vielfältigen Instrumenten gingen 26 Hotels und Gastronomiebetriebe seit 2014 der Frage nach, wie sie „Gastgeben auf Vorarlberger Art“ für ihre Gäste spürbar machen können.

Das Resultat: eine Vielzahl kleiner und großer Veränderungen in den Betrieben – von Anpassungen bei der Speisekarte über den Einkauf von Lebensmitteln bis hin zu Mitarbeiterschulungen und neuen Angeboten für die Gäste.

Betriebe für Tourismusstrategie gewinnen
„‚Gastgeben auf Vorarlberger Art‘ ist ein Schlüsselprojekt der Tourismusstrategie 2020“, betonte der Obmann der Sparte Tourismus in der Wirtschaftskammer, Hans-Peter Metzler beim Symposion Ende September im Festspielhaus Bregenz. „Auf diese Weise können wir die Betriebe für die Umsetzung der Tourismusstrategie gewinnen.“ Auch für seinen eigenen Betrieb, das Hotel Schiff in Hittisau, habe das Projekt Impulse zu Verbesserungen gebracht.

Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser verwies auf die positive Entwicklung in Vorarlberg: In der Sommersaison ist die Zahl der Nächtigungen in den vergangenen zehn Jahren um eine Million gestiegen. „Das zeigt, dass das Angebot stimmt“, ist Rüdisser überzeugt. In den vielen Familienbetrieben seien Regionalität, Nachhaltigkeit und Gastfreundschaft gelebte Praxis: „In Bezug auf den Tourismus ist Vorarlberg eine Manufaktur und keine Industrie. Wir sind auf dem richtigen Weg, aber natürlich gibt es noch viel Potenzial.“

Individuelle Entwicklung der Betriebe
Der Direktor von Vorarlberg Tourismus, Christian Schützinger, sieht „Gastgeben auf Vorarlberger Art“ als „Entwicklungsprogramm“ für die Teilnehmer. „Da wird nicht irgendein Standard über die einzelnen Hotels und Gastronomiebetriebe gestülpt, sondern die individuelle Entwicklung gefördert.“

Die Übergabe der Dankesurkunden im Festspielhaus bildete den Abschluss der Pilotphase. „Gastgeben auf Vorarlberger Art“ wird 2017 mit einem Einstiegsworkshop fortgesetzt, bei dem neue Betriebe ins Projekt einsteigen können. Neben der individuellen Analyse der Betriebe sind Fachworkshops, Erfa-Treffen und ein jährliches Symposion geplant.

 

Die 26 Pilotbetriebe von
„Gastgeben auf Vorarlberger Art“

– Gasthof Rössle, Braz
– Hotel Schwärzler, Bregenz
– Sporthotel Domig, Faschina
– Gasthaus Taube, Alberschwende
– Gesundhotel Bad Reuthe
– Fritsch am Berg, Lochau
– Dogana, Feldkirch
– Haller’s Genuss & Spa Hotel, Mittelberg
– Hotel Restaurant Schönblick, Eichenberg
– Gasthof Mohren, Rankweil
– Hotel Weisses Kreuz, Feldkirch
– Sonne Lifestyle Resort, Mellau
– Traube, Braz
– Krumbacher Stuba
– Hotel Das Schiff, Hittisau
– Oswalda Hus, Riezlern
– Hotel Aurora, Lech
– Palast Gastronomie GmbH, Hohenems
– Hotel Gasthof Krone, Hittisau
– Pleifers Engel, Hard
– „wirtschaft“, Dornbirn
– Hotel Madrisa, Gargellen
– Alpahotel Walserstuba, Riezlern
– Stadelmann Bäckerei, Dornbirn
– Versluis Restaurant GmbH, Dornbirn
Alpen Sport Resort Rote Wand, Zug/Lech